Dr. med. vet. Friederike Unkel-Mohrmann

Kleintierpraxis Itzehoe

Würmer



 

Wo kommen all' die Würmer her?

Dass sich frei laufende Hunde und Katzen beim Stöbern und Schnuppern immer wieder mit Wurmeiern infizieren können, ist für jeden von uns einleuchtend. Dass sie daher in regelmäßigen Abständen entwurmt werden sollten, ist also auch nichts Neues.

Wie oft entwurmen?

Neu angeschaffte Hunde- und Katzenwelpen: zu Anfang häufiger, d. h. bei der Anschaffung, nach 3, dann nach 4, dann nach 6, nach 8 und nach 10 Wochen, zum Schluss dann alle 12 Wochen.

Dabei sollte es bleiben. Denn im Idealfall entwurmt man auch erwachsene Tiere mindestens viermal im Jahr.

Bedenken Sie: Wurmkuren sind nicht teuer, sie sind nicht schädlich (Würmer dagegen schon!) und Hand aufs Herz: Wer wäscht sich schon jedes Mal die Hände, nachdem er sein Tier angefasst hat? Niemand. Wir tun es privat auch nicht. Schließlich hat man so ein Tier ja unter anderem zum Streicheln, Spielen und Knuddeln.

Und wie sieht es aus, wenn man sein Tier ausschließlich in der Wohnung hält und alles für eine superhygienische Haltung tut? Auch dann wird Ihr Liebling von Zeit zu Zeit Würmer haben. Und das funktioniert so:

Die Welpen nehmen mit der Muttermilch mikroskopisch kleine Vorstufen der Spulwürmer, die sog. Larven auf. Larven sind Entwicklungsstadien zwischen Wurmei und fertigem Wurm. Diese Wurmlarven gelangen mit der Milch in den Körper der Katzen- und Hundewelpen, verteilen sich im ganzen Organismus, in Lunge, Muskelgewebe, etc. und bleiben dort in Wartestellung. Von Zeit zu Zeit entwickelt sich ein Schwung solcher Larven zu fertigen Würmern, und schon hat Ihr Tier - aus heiterem Himmel und gegen jede Vernunft - Würmer.

Wenn Ihr Tier ein erfolgreicher Mäusejäger ist oder einmal Flöhe hatte, dann kann es sich dadurch zusätzlich auch noch mit Bandwürmern infizieren.

Gewöhnliche Bandwürmer sind 50 cm bis 1,5 m lang und fressen dem Wirtstier, also Ihrem Liebling, das Beste aus seinem Futter weg. Sie nehmen mit Vorliebe Vitamine, vorzugsweise die aus der B-Gruppe auf. Daher verwundert es niemanden, wenn ein Tier mit Bandwurmbefall wie ein Scheunendrescher frisst und trotzdem mager, struppig und glanzlos im Fell bleibt.

Ein weiterer Bandwurm, der Fuchsbandwurm, Echinococcus granulosus, ist zwar sehr viel kleiner, dafür kann er aber auch für uns Menschen ernsthaft gefährlich werden!!

Was ist also konkret zu tun?

Katzen- und Hundewelpen entwurmen:

Bei der Anschaffung, dann nach 3, nach 4, nach 6, nach 8, nach 10 und nach 12 Wochen auf jeden Fall gegen Spulwürmer.

Bei Flohbefall oder sonstigem Verdacht auf Bandwürmer auch dagegen.

Erwachsene Tiere entwurmen:

Routinemäßig viermal im Jahr gegen Spulwürmer. Gute Mäusefänger oder Tiere mit Flohbefall auch gegen Bandwürmer.

Frei laufende erwachsene Katzen sollten in der "Mäusesaison" alle sechs Wochen eine Bandwurmkur erhalten.

Wichtig!

Bei Hündinnen sollten zwei der Wurmkuren mit den Läufigkeiten zusammenfallen, da in dieser Zeit der erhöhte Hormonspiegel der Tiere die Wurmlarven aktiviert, so dass die Kur jetzt besonders effektiv wirken kann.

Es gibt verschiedene Kombinationspräparate in Tablettenform oder zum Aufbringen auf den Nacken. Wir beraten Sie gerne und wählen mit Ihnen das ideale Mittel für Sie und Ihr Tier aus!

Fragen Sie ihr Praxisteam !!!

  

  

 

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